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 Motiv: ©dusanpetkovic1  - stock.adobe.com

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29.11.2019

Saar-Arbeitsmarkt mit Schwächetendenzen


Im November ist die Arbeitslosigkeit an der Saar wieder kräftig gesunken. Im Bund verlief die Entwicklung gleichgerichtet aber deutlich schwächer. Insgesamt steigt durch den konjunkturellen Abwärtstrend aber weiter der Druck auf den Arbeitsmarkt. Das gilt besonders für das Saarland, das im Vorjahresvergleich nun bereits den siebten Monat in Folge einen Anstieg der Arbeitslosenzahl verkraften muss. Schon jetzt ist damit absehbar, dass die Saar-Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt 2019 leicht über dem Niveau des Vorjahres liegen wird.

Aktuell sind an der Saar 32.309 Menschen arbeitslos. Das sind 951 Personen weniger als im Oktober aber 2.247 Arbeitslose mehr als im November 2018. Die Arbeitslosenquote sank damit auf sechs Prozent, im November 2018 betrug sie noch 5,7 Prozent. Im Bund verharrte die Quote bei 4,8 Prozent (November 2018 ebenfalls 4,8 Prozent). Die Schwächetendenzen des Saar-Arbeitsmarktes zeigen sich auch im Ranking der Bundesländer. Unverändert weisen nur noch fünf Länder eine höhere Arbeitslosenquote auf als das Saarland. Ein Blick auf den Spitzenreiter Bayern mit seiner Quote von 2,7 Prozent beweist, wie weit das Saarland inzwischen zurückgefallen ist. Schlusslicht im aktuellen Ländervergleich bleibt weiterhin Bremen mit 9,8 Prozent.

In einzelnen Teilsegmenten des Arbeitsmarktes verlief die Entwicklung erneut uneinheitlich. An der Saar wie auch im Bund verringerte sich die Jugendarbeitslosigkeit im November erneut. Hierzulande sank die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen deutlich von 5,3 auf 4,9 Prozent. Im Bund fiel sie nur von 4,2 auf 4,1 Prozent. Bei der Arbeitslosigkeit älterer Menschen zeigt sich dagegen ein anderes Bild. Während die Quote der 55 bis unter 65-Jährigen deutschlandweit unverändert 5,2 Prozent betrug, sank sie an der Saar leicht von 5,8 auf 5,7 Prozent. Nur geringe Fortschritte gab es im November bei der Bekämpfung der Ausländerarbeitslosigkeit im Bund. Hier sank die Quote arbeitsloser Ausländer nur leicht von 11,9 auf 11,8 Prozent. Im Saarland war der Rückgang deutlich stärker. Die Quote sank von 18,6 auf 17,9 Prozent. Trotz dieser vergleichsweise positiven Entwicklung am aktuellen Rand hinkt das Saarland dem Bund in den betrachteten drei Teilsegmenten weiterhin mehr oder weniger deutlich hinterher.

Das Beschäftigungsniveau ist im September (neuere Zahlen liegen noch nicht vor) bundesweit wie auch an der Saar wieder gestiegen. Mit einem Plus von nur 0,2 Prozent gegenüber August schnitt das Saarland verglichen mit dem Bund (plus 1,0 Prozent) aber überdurchschnittlich schlecht ab. Im Ländervergleich belegt es damit den letzten Platz. Im Vorjahresvergleich sieht es nicht besser aus. An der Saar war gegenüber September 2018 gar kein Beschäftigungsaufwuchs mehr feststellbar. Hier steht im Gegenteil nur noch eine rote Null zu Buche. Im Bund dagegen sind 1,6 Prozent Zuwachs feststellbar. Im Länderranking des Vorjahresvergleichs liegt das Saarland jetzt auf dem vorletzten Platz. Nur in Thüringen ist die Situation noch schlechter. Auch bei Beschäftigungsentwicklung an der Saar sind also die Bremsspuren der konjunkturellen Schwäche inzwischen deutlich feststellbar.


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